Mit Erfindung des POKEY-Soundchips vor über 30 Jahren war die Grenze zwischen Computerspiel und Klangwelt plötzlich nicht mehr klar getrennt. Damals brachten erste Künstler Lieder wie „Super Mario Bros. theme“ oder „Tetris“ für die neuen Geräte auf den Markt, die bis heute Ohrwürmer sind. Alben wurden seither immer wieder in Spiele eingebaut und Soundtracks dafür geschrieben; was aber, wenn diese Grenze weiter zugunsten der Musik verschoben wird? Wenn die Musik unentbehrlicher Teil des Spiels wird?

Mit Woodland Barbarians, einer jungen Hamburger iOS-Spielefirma, habe ich genau diese Grenze weiter verschoben. Daraus entstanden ist nicht nur das Spiel Neurokult, sondern auch mein erstes Album. Spannend für mich war, dass ich meinen gewohnten Arbeitsprozess verlassen musste um gezielt Songs zu produzieren, die sowohl im Spiel als auch im Album stimmig klingen. Dieser Prozess war oft nicht ganz einfach, aber es war am Ende schön zu sehen, wie jeder Song seinen charakteristisch, lebendig-tiefen Ton bekommen hat. So fließt nun jedes Lied melodisch, eigenständig in das Nächste über, oder mit anderen Worten:
„Am Beginn möglicher und unmöglicher musikalischer Gefilde bleiben Worte im Stillstand und die Antwort das Summen im Ohr.“

Mekoor – Neurokult